Die POLARSTUNDE ist eine gemeinsame Seminarreihe der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung (DGP), des SPP Antarktisforschung und uns (APECS Germany). Sie widmet sich regelmäßig aktuellen Themen der deutschen Polarforschung, findet in deutscher Sprache statt und richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an die interessierte Öffentlichkeit.
Die Saison 2025/2026 bot erneut ein vielfältiges Programm mit spannenden Einblicken in unterschiedliche Facetten der Polar- und Meeresforschung, von Ökologie und Klimawandel über Geoengineering bis hin zur Wissenschaftsgeschichte und Bildungsarbeit.
Den Auftakt am 15.10.2025 gestalteten Petra Quillfeldt und Yvonne Schumm mit dem Vortrag „Vögel im Südpolarmeer – Kleine und kaum erforschte Sturmschwalben“. Im Fokus standen die faszinierende Lebensweise und Ökologie von Hochseevögeln im Südpolarmeer sowie neue Erkenntnisse aus GPS-Tracking und genetischen Analysen.
Am 26.11.2025 diskutierten Stefan Hain und Patrick Flamm unter dem Titel „Geoengineering in der Antarktis: Neue Herausforderungen für den Antarktisvertrag?“ die wissenschaftlichen, politischen und ethischen Implikationen möglicher technischer Eingriffe in das Klimasystem der Antarktis.
Am 14.01.2026 stellten Rainer Lehmann, Sonja Berg und Marie-Sophie Bothe das Projekt „Coole Klassen in Antarktika“ vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aktuelle Antarktisforschung besser in den Schulunterricht integriert werden kann – unter anderem durch frei verfügbare, didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien.
Am 11.03.2026 gaben Helena Herr und Alexander Rychwalski Einblicke in die „Rückkehr der Finnwale“. Thematisiert wurden die Erholung der Bestände in der Südhemisphäre sowie offene Fragen zu Migration, Lebensräumen und Verhalten dieser beeindruckenden Meeressäuger.
Am 08.04.2026 blickten Ursula Rack, Barbara Schennerlein und Jens Herrle unter dem Titel „Polarforschung in Deutschland – ein historischer Rückblick“ auf 100 Jahre deutsche Polarforschung zurück. Von frühen Expeditionen über die Entwicklung zentraler Forschungsinstitutionen bis hin zur heutigen internationalen Vernetzung wurde die historische Entwicklung eindrucksvoll nachgezeichnet.
Den Abschluss der Saison am 20.05.2026 bildeten Scarlett Trimborn und Alexandra Bettinelli mit dem Vortrag „Polare Mikroalgen – biologische CO₂-Senken“. Im Fokus standen die Rolle des Phytoplanktons in den polaren Nahrungsnetzen sowie dessen Bedeutung für den Kohlenstoffkreislauf unter sich verändernden Klimabedingungen.
Wir danken allen Vortragenden und Panelist herzlich für ihre Zeit, ihr Engagement und die spannenden Einblicke in ihre Forschung. Ebenso gilt unser Dank allen Teilnehmenden für ihr Interesse und die lebendigen Diskussionen im Rahmen der POLARSTUNDE.
Wir freuen uns bereits auf die nächste Saison!
